Bienen am Kastanienbaum

Verwundert standen am vergangenen Montag viele Schulkinder unter den Kastanienbäumen beim Pausenplatz Dorfmatt und schauten zu den obersten Ästen hinauf. Was auf ca. 7m Höhe am blätterlosen Ast gewachsen war, sah aus wie hängende Omeletten oder geschichtete Pizzaböden. Bei längerer Betrachtung entdeckten die Mädchen und Buben, dass aus diesem Gebilde Insekten ein- und ausflogen: Ein Bienenvolk hatte sich an diesem Ort sein neues Zuhause ausgesucht und in wenigen Tagen seinen Bienenstock erbaut.

Auch wenn das emsige Völklein für unseren Unterricht „Naturkunde live“ bedeutete, die Kinder Fragen zu WIE? WAS? WARUM? stellten und Antworten suchten und immer ihre Zeigefinger hinaufstreckten zum Bienenstock, so mussten wir uns doch an den Bienenfachmann Hugo Züger wenden und uns erkundigen, was in so einem Fall zu tun wäre.

Der Imker nahm einen Augenschein und entschied, den Bienenstock am frühen Donnerstagmorgen vom Baum herunterzuholen, bevor die Bienen zur Futtersuche ausschwärmen würden. Dazu schnitt er die kleinen Kastanientriebe um die Waben ab, zog einen Sack über den ganzen Stock und sägte den Ast durch.

Die ca. 4000 Schulhausbienen werden nun von Hugo Züger auf dem Beckihoger aufgepäppelt und haben eine grosse Chance, die kalte Jahreszeit im Zügerschen Bienenhaus zu überleben und im nächsten Frühjahr auszufliegen, Nektar und Blütenstaub zu sammeln und Millionen Blüten zu bestäuben.

(29.Oktober 2017, Irma Büsser-Jäger)

 

Bilder zum Anlass

 

Bleistift mit Heckenschere ausgetauscht

Am Donnerstag, 19. Oktober 2017 verliessen die 5. Klässlerinnen und 5. Klässler die Schulstube zugunsten eines Umwelteinsatzes, organisiert von der Gemeinde Wollerau. Anstelle von Lineal, Fülli oder Mathematikbuch wurde mit Heckenscheren, Rechen und Handsägen gearbeitet. Unter kundiger Führung von Rangern des Kantons Schwyz halfen alle fleissig in den Gebieten Neumühle, Itlimoosweiher und Weberzopf mit, Hecken und Büsche zurückzuschneiden und auszudünnen. Das offerierte Mittagessen fand reissenden Absatz. Als Abschluss platzierte man noch ein Wildbienenhotel im Gebiet Weberzopf.

Einige nasse Schuhe, dreckige Hosen und „Brombeerstrauch-Souvenirs in spitziger Form“ zeugten von einem arbeitsintensiven Tag, Rückmeldungen wegen „Blattern“ gingen bis jetzt keine ein, also rundum ein gelungener etwas anderer Schultag.

Martin Zehr

 

Bilder zum Anlass